rund um Streitberg

Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschem und wir — eine kleine, „erlesene“ Wandergruppe – verlassen den Bus in Streitberg. Nun beginnt die Wanderung. Halt, da lockt uns doch ein Leberkäs-Semmerl in die nahe gelegene Metzgerei. Es wurde schön verpackt und dann geht’s los. Schwalben begleiten uns, und wie auf einer
Himmelsleiter steigen wir Treppe für Treppe — schier nicht endend – zwischen Obstgärten und Wohnhäusern nach oben.

Auf steilem Fels thronend überragt die Ruine Burg Streitberg, aus dem 13. Jahrhundert, majestätisch das zauberhafte Märchenland zwischen Main und Pegnitz.  Ein „Schlupfwinkel des deutschen Gemüts“ meinte einst der Schriftsteller Ernst Moritz Arndt.

Wohltuend empfinden wir den schattigen Waldweg zur ‚Muschelquelle“. Sie ist eine als Naturdenkmal ausgewiesene Karstquelle. An diesem romantischen Platz, mitten im Wald, genießen wir unser wohlverdientes Leberkäs—Semmerl. Vorbei an einem gewaltigen Felsbrocken, die Plechwand, erreichen wir nach zügigem Marsch unser Mittagsziel „Gasthaus Wolfsschlueht“ in Muggendorf.

Eine Tasse Kaffee fehlte zu unserem Wohlbefinden. Im ca. 10 m entfernten Gartenlokal wird daraus Eiskaffee und Kaiserschmarm; kann ja vorkommen !

Gestärkt und ausgeruht machen wir uns auf den etwas beschwerlichen Weg zur Burgruine Neideek. Sie ist eine imposante Erscheinung und das Waluzeichen der Fränkischen Schweiz. 70 m über der Wiesent steht auf dem Felsvorsprung der einstige Wohnturm, der gli zu begehen ist und eine fesselnde Aussicht über sanfte Hügel und herrliche Wälder bietet. Nachdem die Burg den Bauernkrieg 1525 überstanden hatte, wurde sie 1553 durch Söldner des Markgrafen von Brandenburg—Kulmbach eingenommen und in Brand gesteckt. Erst 1996 begann der Landkreis Forchheim rnit der Sanierung der Ruine.

Anschließend führt uns der Weg bergab zu unserem Ausgangspunkt, der Bushaltestelle Streitberg. Gut gelaunt und zufrieden treten wir die. Rückfahrt an.